Besteckkorb oder -schublade – welche Lösung ist die bessere?

Spätestens wenn Sie eine neue Spülmaschine kaufen möchten, stehen Sie vor der Entscheidung „Besteckkorb oder Besteckschublade“. Reine Geschmackssache oder ist eine der beiden Varianten tatsächlich die bessere? Wir stellen die Vor- und Nachteile gegenüber.

Geschirrspüler mit Besteckkorb oder Schublade – eine Generationenfrage?

Wer auf den Websites der Hersteller surft oder Kataloge durchblättert, merkt schnell, dass ein Besteckfach in der Spülmaschine heute weit verbreitet ist. Früher war das anders: Alle Modelle hatten in der unteren Etage einen herausnehmbaren Besteckkorb.

Besteckkorb vs. Besteckschublade – die Vor- und Nachteile

Wer in Foren zu diesem Thema unterwegs ist, gerät schon mal zwischen die Fronten eines Glaubenskrieges. Wir möchten stattdessen die objektiven Vor- und Nachteile der beiden Varianten gegenüberstellen.

Die Vorteile des Besteckkorbs

Manche halten den Besteckkorb zwar für altmodisch, die Nutzer solcher Geschirrspüler profitieren dennoch von einigen Vorzügen.

  • Der wesentliche Vorteil eines Besteckkorbs ist, dass Sie das Geschirr schneller einräumen können. Löffel, Messer und Gabeln packen Sie einfach von oben hinein. Sie sparen Zeit, da Sie das Besteck nicht vorsortieren müssen.
  • Ein weiteres Plus ist die Flexibilität. Bei Bedarf können Sie den Besteckkorb aus der Spülmaschine nehmen. So erhalten Sie mehr Platz für große Töpfe, Pfannen und Schüsseln.
  • Wenn in der Spülmaschine kein Besteckfach Platz einnimmt, können Sie dort besser Weingläser mit langem Stiel unterbringen.
  • Nach dem Spülen lässt sich der Korb inklusive Besteck aus dem Geschirrspüler herausnehmen und auf die Arbeitsplatte stellen. Von dort räumen Sie die Gabeln, Löffel und Messer wesentlich bequemer weg.

Die Nachteile des Besteckkorbs

Auch wenn es sehr komfortabel und zeitsparend ist, das Besteck ohne Vorsortieren in den Besteckkorb zu packen, sind dennoch ein paar Nachteile in Kauf zu nehmen.

  • Damit das Besteck richtig sauber wird, ist es wichtig, es mit dem Griff nach unten in den Korb zu stellen. Achtung: Bei scharfen Messern besteht Verletzungsgefahr, vor allem für Kinder!
  • Scharfe Messer können andere Besteckteile zerkratzen.
  • Wenn Sie das Besteck mit dem Griff nach oben verstauen, wird es womöglich nicht ganz sauber.
  • Stehen die einzelnen Besteckteile zu dicht nebeneinander, kann es passieren, dass der Sprüharm nicht überall hinkommt und daher nicht alle Speisereste beseitigt.
  • Der Geschirrkorb beansprucht im Unterkorb recht viel Platz.

Die Vorteile der Besteckschublade

Ein Besteckfach in der Spülmaschine ist heute weit verbreitet. Übrigens lässt sich diese Variante bei den meisten Modellen nachrüsten. Hochwertige Spülmaschinen verfügen sogar über einen separaten Sprüharm nur für das Besteck.

  • Besteckschubladen sind in der Regel recht flach, sodass in der Höhe kaum Stauraum verlorengeht.
  • Im Besteckfach der Spülmaschine haben mehr Besteckteile Platz: In der Regel können Sie dort Bestecksets für 14 Personen unterbringen, während im Besteckkorb lediglich Platz für Besteck für 12 bis 13 Personen ist.
  • Manche Hersteller haben Schubladen mit Sondermaßen konzipiert. In größeren Vertiefungen findet auch Koch- und Salatbesteck Platz. Einige Geschirrspüler besitzen ein höhenverstellbares Fach.
  • Die Verletzungsgefahr ist geringer, da Messer nicht aufrecht, sondern hineingelegt werden.

Die Nachteile der Besteckschublade

Nichts ist perfekt. Das trifft natürlich auch für das Besteckfach der Geschirrspüler zu. Diese Eigenschaften können nachteilig sein:

  • Bei einer Besteckschublade dauert das Einräumen länger, denn jedes Besteckteil muss einzeln in das passende Fach gelegt werden.
  • Gelegentlich passiert es, dass sich auf den Stellen, auf denen das Besteck liegt, Streifen bilden.
  • Das zusätzliche Fach nimmt etwas Platz weg.
  • Ist die Maschine nicht mit einem zusätzlichen Sprüharm für die Schublade ausgestattet, fällt das Spülergebnis in seltenen Fällen schlechter aus.

So räumen Sie das Besteck korrekt ein

Je nachdem, ob Ihre Spülmaschine einen Besteckkorb oder eine Besteckschublade hat, gibt es für das Einräumen unterschiedliche Tricks. Sortieren Sie in einem Fach Messer, Gabeln und Löffel nach Besteckart und Größe. Auf diese Weise sparen Sie beim Ausräumen des Geschirrspülers Zeit. Größere Teile wie Küchenmesser und Schneebesen ordnen Sie am besten im Mittelteil ein.

Um einen Besteckkorb optimal zu nutzen, ist es ratsam, das Besteck unsortiert und mit dem Griff nach unten hineinzustellen. So werden Löffel, Messer und Gabeln gut gesäubert.

Besteckschublade oder Besteckkorb – liegt eine Variante vorne?

Tests haben ergeben, dass sich die Frage „Besteckkorb oder Besteckschublade?“ in puncto Reinigungsleistung nicht stellt. In beiden Systemen wird das Besteck gleich gut gereinigt, vorausgesetzt, sie werden richtig genutzt.

Es ist demnach eine Geschmacksfrage, ob Sie eine Spülmaschine mit Besteckkorb oder Schublade vorziehen. In Bezug auf die Sauberkeit ist es wichtiger, dass Sie die richtigen Pflegemittel verwenden, zum Beispiel Somat Gold, und die Maschine regelmäßig reinigen, zum Beispiel mit dem Somat Duo Maschinenreiniger.

Ist das Spülen mit der Spülmaschine billiger als das Handspülen?

Eine moderne Spülmaschine amortisiert sich relativ schnell. Damit sie mit ihrer Sparsamkeit allerdings richtig punkten kann, sollte sie möglichst effizient eingesetzt werden.

  • Das Geschirr vorzuspülen ist in der Regel nicht notwendig. Essensreste und grober Schmutz landen einfach direkt nach der Mahlzeit im Mülleimer, das Geschirr in der Maschine.
  • Ist das Geschirr nicht mit rohem Fleisch oder Eiern in Berührung gekommen, reicht ein Spar- oder Eco-Programm bei niedriger Temperatur. So lassen sich etwa fünf bis zehn Prozent Strom pro Spülladung einsparen.
  • Sehr schmutziges Geschirr kann zusätzlich in der Maschine eingeweicht werden. Stoppen Sie dazu nach fünf Minuten die Maschine und setzen Sie nach einer halben Stunde das Programm fort.
  • Verwenden Sie mindestens einmal im Monat ein heißes Programm. Ein Spülgang bei 65 Grad beugt Fett- und Kalkablagerungen in der Maschine vor. Das verlängert die Lebensdauer des Geschirrspülers und erhält seine Reinigungskraft.
  • Säubern Sie regelmäßig das Spülmaschinensieb: Ist es verstopft, verlängert das den Spülgang und erhöht damit auch den Energieverbrauch.
  • Verwenden Sie einen unserer hochwertigen Geschirr-Reiniger und pflegen Sie Ihre Maschine regelmäßig mit dem Somat Duo Maschinenreiniger: So entfernen Sie selbst hartnäckigste Verschmutzungen im Inneren der Maschine und sorgen damit für langanhaltende Sauberkeit und effizientes Spülen.

Fazit: Ist die Spülmaschine also sparsamer als das Handspülen?

Früher galt die Spülmaschine als kostspieliger Energiefresser – heute sind die Geräte so effizient, dass sie es locker mit dem Spülen per Hand aufnehmen können. Die wichtigste Erkenntnis unseres Vergleiches ist jedoch: Der Mensch ist oft der entscheidende Faktor. Wird die Spülmaschine effizient beladen und bedient, ist sie für die Mehrheit der deutschen Haushalte sparsamer und umweltschonender als das Spülen von Hand. Wer sich eine besonders effiziente und gründliche Handspültechnik angeeignet hat, kann jedoch auch selbst spülen.

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